GenerationenKult / Haus / Das liebe Geld

Gemeinschaftsküche (6.OG) / Panorama-Coworking (5.OG) / Wohnungen (4.-2.OG) / WG (1.OG) / Ladengemeinschaft (EG) / Wellness (UG)



Das GeKu-Haus ist wirklich nur etwas für diejenigen, die den Wert der riesigen Gemeinschaftsflächen und der Hausgemeinschaft anerkennen. Billiger geht sowas leider nicht.


LoungeWarum muß man überhaupt über Geld reden? Es gibt Projekte, in denen bauen die Bewohner ihre Häuser selbst, und anschließend werden Arbeiten verteilt, so daß jede(r) durch eigene Arbeit zum Projekt beiträgt. Wer solch' ein Projekt sucht, ist hier falsch.

Das GeKu-Haus basiert darauf, daß jede(r) auf irgendeine (hoffentlich legale) Weise sein Geld verdient (= berufstätig ist) oder verdient hat (= Rentner ist oder von Vermögen lebt), und in Form von Miete und Nebenkosten seinen Anteil am Betrieb des Hauses leistet. Wie in normalen Häusern auch kann man im GeKu-Haus bereits ab 430€ (WG-Zimmer, Warmmiete) bzw. ab 572€ (Wohnung, Kaltmiete) wohnen, und das mit Sauna, Dachterrasse, Tischtennis, Billiard, Hausmeister, Putzservice für die Gemeinschaftsflächen, Internet uvm.. Der Trick liegt darin, daß jede(r) nur KLEINE Wohnungen, KLEINE Ladenflächen, KLEINE Schreibtischflächen mieten muß, weil er ja auch Anteil an riesigen Gemeinschaftsangeboten hat. Merke:

"Wenn Ihr eigentlich 60qm wollt, dann schaut im GeKu-Haus nach 40qm oder akzeptiert, daß 60qm MIT großen Gemeinschaftsflächen deutlich teurer sind, als 60qm OHNE all' das."

Und für diejenigen, die z.Zt. nicht genug verdienen oder verdient haben, gibt's die Möglichkeit, im Haus bezahlte Arbeiten zu übernehmen, in der Ladengemeinschaft ein Geschäft zu gründen, oder in der Panorama-CoWorking-Etage eine gewerbliche oder freiberufliche Existenz aufzubauen.

Bad, schwellenfrei Alarmstrippe Rauchmelder  Rollstuhlgerechter Aufzug WLAN überall Heimkino, Full-HD, Dolby-Surround

Ich will hier niemanden von diesem Ansatz überzeugen! Es gibt genug Projekte, die auf Gegenseitigkeit arbeiten, z.B. bitte mal hier schauen (rechte Spalte). Und weil jede(r) die Wahl hat, habe auch ich als Initiator des GeKu-Hauses die Wahl, in diesem Haus das anzubieten, was ich für attraktiv halte. Hier ein paar Gedanken, die mich zu dem teilweise auf Geld basierenden Ansatz führen:

  • Wenn man mit Geld zahlt, dann hat man die freie Auswahl unter allen Produkten und Dienstleistern. "Tauschringe" dagegen, "Beziehungen", "jeder packt mit an" usw. führen dazu, daß man unter viel weniger Möglichkeiten wählen kann.
  • Ich halte Tauschringe usw. für nicht sehr sozial. Die Teilnehmer nutzen unsere Straßen, Krankenhäuser usw., beteiligen sich aber nicht an deren Finanzierung (zahlen keine Steuern).
  • Erst auf dem Umweg über "Geld" können wir alle unsere Stärken ausleben, jede(r) tut das, wo er den größten Nutzen stiftet, worin er gut ist, woran er Spaß hat. Man kann in Timbuktu vor 10 Jahren als Ingenieur ein Kraftwerk gebaut haben und mit dem damals verdienten Geld heute seine Wohnung in Essen bezahlen.
  • Usw.. Ich wollte hier nur ein paar Gedanken anstoßen, nicht überzeugen! Jede(r) ist frei, ein so ausgerichtetes Projekt zu wählen, wie es seiner eigenen Überzeugung entspricht. Und ich bin frei, zu dieser Angebotsvielfalt mit einem Projekt beizutragen, das meiner Überzeugung entspricht.

Nochmal, ich will niemanden überzeugen! Wir sind nur ein Projekt in einem bunten Blumenstrauß von ganz vielen Projekten, die es überall gibt. Ich finde es auch gut, daß es Menschen gibt, die nicht soviele materielle Bedürfnisse haben, die im eigenen Haus nicht soviele Gemeinschaftsangebote brauchen, die sich für andere Lebenskonzepte entschieden haben, die überwiegend menschliche Werte pflegen, die gern reisen oder genießen,.... Das macht unsere Welt bunt und lebenswert! Aber man kann nicht alles an einem Ort bieten. Es gibt unzählige Projekte, die auf "Gemeinsamkeit ohne Geld" basieren. Im GeKu-Haus möchte ich die Variante anbieten, bei der enorm viel für Gemeinschaft getan, in der daneben aber auch eine Menge über Geld abgerechnet wird.

Bitte nicht "schwarz/weiß" denken! Es geht nicht darum "ALLES auf Gegenseitigkeit" oder "ALLES auf Geldbasis" abzuwickeln. Es geht um eine möglichst schöne Mischung beider Welten (hat jemand 'mal "Also sprach Bellavista" gelesen?).

1. Miete

1.1. Warum wird überhaupt eine Miete berechnet?

Sobald das GeKu-Haus nutzbar ist, werde ich als Besitzer des Hauses den Kaufpreis und enorme Kosten für die Bauarbeiter, die Materialien usw. bezahlt haben. Meine Investition in das GeKu-Haus muß für mich als Inhaber gerecht bezahlt werden - ich muß ungefähr das bekommen, was ich auch bekommen hätte, wenn ich das Geld statt dessen irgendwo angelegt und Zinsen kassiert hätte. Hinzu kommen Reparaturkosten, die in die Miete einkalkuliert werden und die Abnutzung. Denn auch wenn man ständig repariert sind die heute so schönen neuen Dinge nach ein paar Jahren immer weniger wert. Zum Schluß muß ich 10% Aufschlag dafür rechnen, daß immer wieder Flächen leerstehen werden.

1.2. Miete und Nebenkosten im GeKu-Haus

Normale Häuser, Büro- oder Ladenflächen werden so konstruiert, daß möglichst alle QM vermietet werden. Außer den Fluren, Technikräumen usw. gibt's in normalen Häusern keine gemeinschaftlichen Flächen. Das ist im GeKu-Haus ganz anders! Das Konzept besteht darin, GROSSE Gemeinschaftsflächen mit ATTRAKTIVEN Angeboten zu schaffen, so daß jede(r) nur KLEINE Flächen mieten muß, auf die allerdings die Gemeinschaftskosten umgelegt werden. Der QM-Preis der privaten Flächen in den Wohnungen erscheint dadurch hoch, doch man bekommt Anteil an 1023,51qm Gemeinschaftsflächen (Verkehrs- und Technikflächen, Saunabereich, Massageraum, Tischtennis, Billiard, Abstellbereiche, Lounge-Etage,... und auch Internet ist bereits enthalten)!! Wer all' das haben will, bekommt es durch die Verteilung auf viele Köpfe sehr preiswert:


Wer 1qm Privatfläche
mieten will, zahlt dafür

10,48€...
... doch er muß auch 0,52qm Gemeinfläche mitbezahlen:

5,45€

Deshalb kostet die Miete pro QM 15,93€ plus 15€ Verwaltung pro Wohnung
(und die NK schätze ich auf 4,74€)

Beispiel:

  • Eine 35qm Wohnung im GeKu-Haus kostet kalt 35qm * 15,93€/qm + 15€ = 572,55€. Inkl. der Nebenkosten kommt das auf grob 738€, was natürlich teurer ist, als eine Wohnung in einem normalen Haus ohne Mini-Concierge, Dachterrasse, Internet, Tischtennis, Gemeinschaftsküche,...

Erklärungen im Folgenden. Jetzt wird's kompliziert und wohl nur für diejenigen verständlich, die sich ein bißchen mit finanziellen Kalkulationen auskennen.

Billard Tischtennis hydraulische Fahrradhalter Rutsche

1.3. Wie kommt man auf diese Mietkosten?

Für diejenigen, die mit solchen Berechnungen Erfahrung haben, lege ich hier meine Kalkulation offen: Wenn Ihr Euch mit solchen Sachen auskennt und einen Fehler findet, dann korrigiert mich bitte! Wenn Ihr Euch nicht auskennt, dann aber bitte nicht erwarten, daß ich Euch das alles erklären kann. Das schaffe ich leider nicht, Ihr müßt vertrauen und habt auch Grund dazu, denn bei solchen offenen Verfahren sind ja immer einige dabei, die Fehler erkennen würden. Dieser offene Ansatz bringt auch denjenigen, die die Sachen finanziell nicht so sehr durchschauen, ein besonders hohes Maß an Sicherheit. Konkret:

  • Das GeKu-Haus hat eine Nettogrundfläche von 2974,42 qm, und die Investitionskosten betragen etwa 4 Millionen €. Jeder QM kostet also 4.000.000€ / 2974,42qm = 1344,80€/qm, und bei 3,5% Zinsen + 2% Reparaturen + 3% Abnutzung = 8,5% Jahreskosten kommt man auf eine monatliche Miete von 1344,80€/qm * 8,5% / 12 Monate + 10% Leerstand = 10,48€ pro QM und Monat plus 15€ Verwaltungskosten pro Wohnung. Wenn das GeKu-Haus ein normales Haus ohne Gemeinschaftsflächen wäre, dann wäre das so ungefähr die Miete, und das ist auch der Betrag, den ich letztlich als Eigentümer pro QM bekommen muß, damit die Kosten gedeckt sind.

  • Tatsächlich ist das GeKu-Haus aber aufgeteilt in 1950,91qm Privatflächen (Ladengemeinschaft, WG, Wohnungen und Panorama-CoWorking) und 1023,51qm Gemeinschaftsflächen (Verkehrs- und Technikflächen, Saunabereich, Massageraum, Tischtennis, Billiard, Abstellbereiche, Lounge-Etage,...).

    Auf 1qm Privatfläche, den Ihr im GeKu-Haus mietet, kommt also noch 1023,51qm/1950,91 = 0,52qm Gemeinschaftsfläche hinzu. Man mietet quasi immer 1,52qm (= 1qm Privatfläche + 0,52qm anteilige Gemeinschaftsfläche), und muß folglich für jeden QM Privatfläche letztlich 1,52qm bezahlen. Die Quadratmeter-Kaltmiete im GeKu-Haus ergibt sich somit mit
10,48€/qm/Monat * 1,52 = 15,93€ pro Privat-QM pro Monat Kaltmiete + 15€ Verwaltung pro Wohnung
  • Nochmal: Das Besondere im GeKu-Haus besteht darin, daß an jedem privat genutzten Quadratmeter noch 0,52qm anteilige Gemeinschaftsfläche dranhängt. Das ist in anderen Häusern nicht so, deshalb erscheint das GeKu-Haus teuer. Tatsächlich ist es aber gar nicht teuer! Beispiel (alles zzgl. Nebenkosten):
    • Wer z.B. eine 35qm-Wohnung mietet, der zahlt für diese 35 Privat-QM je 10,48 €/qm = 366,80€ + 15€ = 381,80€, was eine völlig normale NEUBAU-Miete darstellt.
    • Er muß aber auch die daranhängende Gemeinschaftsfläche anteilig mitmieten, wofür er weitere 10,48 €/qm * 35 * 0,52qm = 190,74€ bezahlt. Für diese 190,74€ bekommt er (anteilig) Sauna, Massageraum, Tischtennis, Billard, Gemeinschaftsküche, Dachterrasse,... Fragt einen x-beliebigen Einfamilienhausbesitzer, ob das teuer ist. Man hat letztlich eine anteilige Nutzung von 1023,51qm für nur 190,74€ im Monat. Billiger geht's nicht, jede Privatsauna im Reihenhaus ist teurer.
  • Nur wer all diese Leistungen haben will und wertschätzt, ist im GeKu-Haus richtig aufgehoben. Wer einfach nur eine Wohnung ohne weitere Leistungen sucht, der findet in Essen vermutlich zigtausend andere Angebote. Wir machen im GeKu-Haus nur dieses Kombinationsangebot für diejenigen, die das so wollen.
  • Weiterer Effekt: Die Gemeinschaftsflächen werden ja wie oben erläutert über die Privatflächen bezahlt. Das hat zur Folge, daß jemand, der viele QM mietet, proportional einen größeren Anteil der Gemeinflächen bezahlt, obwohl er ja (als 1 Person) letztlich genauso die Gemeinflächen nutzt. Diejenigen mit mehr Geld subventionieren also diejenigen, die mit weniger Geld sich mit kleineren Wohnungen begnügen. Der Effekt ist gar nicht schlecht und in weiten Teilen unseres Lebens ohnehin üblich.

Folgerung in wenigen Worten:
  • Wer eigentlich 60qm sucht, sollte sich im GeKu-Haus für 40qm entscheiden, PLUS den Anteil an den Gemeinschaftsflächen. Dann zahlt er eine normale Neubau-Miete.
  • Wer die Gemeinschaftsflächen ZUSÄTZLICH haben, also keine Kompromisse in der eigenen Wohnungsgröße machen will, der hat etwa 50% Mehrkosten gegenüber einer vergleichbaren Wohnung.

1.3.1. Wohnungsmieten

Zur 15,93€/qm - Miete und 15€ Verwaltungskosten pro Wohnung kommen noch die Nebenkosten hinzu, siehe unten. Eine 35qm-Wohnung liegt also bei 572,55€ kalt (ca. 738,45€ warm).

1.3.2. WG-Zimmer- und Miete für die möblierten Wohnungen

Hier werden die Nebenkosten (ca. 4,74€ pro QM und Monat, siehe unten) und die normalerweise in den Wohnungen einzeln abgerechneten Strom- und Heizkosten (ca. 3€ pro QM und Monat) in die Miete eingerechnet. Ebenso hinzu kommt 1€ Zuschlag für die möblierte Vermietung und 1€ Zuschlag für die Verwaltung, die in der WG sicher mehr Aufwand als üblich macht. Daraus folgt eine Alles-Inkl-Miete in Höhe von 15,93€ + 4,74€ + 3€ + 1€ + 1€ = 25,67€ pro QM und Monat. Ein typisches WG-Zimmer liegt also ab 430€ warm inkl. Gemeinschaftsflächen, Internet, Mini-Concierge,....

  • Vergleich: WG-Zimmer liegen zwischen 20€ bis über 600€ (siehe hier), und in Studentenheimen kostet es wohl so um die 190€ für 13,4qm (siehe hier) bzw. 239€ für 10qm (siehe hier). In keinem dieser alternativen Angebote habe ich bisher aber Gemeinschaftsangebote gefunden, wie das, was im GeKu-Haus angeboten wird!
  • Vergleich für möblierte Wohnungen: Diese liegen leicht bei 1000€, und wenn sie einem Hotel angeschlossen sind, dann sogar noch darüber. In unserem Fall liegen wir auch hier wieder am oberen Rand der Vergleichsangebote und sind nur für diejenigen interessant, die eben nicht nur eine leere chice Wohnung wollen, sondern in eine Hausgemeinschaft möchten, die enorme Gemeinschaftseinrichtungen hat. Und nicht so steril wie in einem Hotel.

1.3.3. Ladengemeinschaftsfläche-Miete

Mit Nebenräumen hat die Ladengemeinschaft 333,01qm an Fläche, kommt also auf 333,01qm * 15,93€/qm = 5304,85€ Kaltmiete plus 15€ Verwaltung = 5319,85€. Dazu kommen wie in der WG auch die Gemeinschaftskosten (ca. 4,74€ pro QM und Monat, siehe unten) und die normalerweise in den Wohnungen einzeln abgerechneten Strom- und Heizkosten (ca. 3€ pro QM und Monat), also 4,74€/qm + 3€/qm = 7,74€/qm, was bei 333,01qm auf 2577,50€ kommt. In der Summe müssen die Nutzer der Ladengemeinschaft also etwa 5319,85€ + 2577,50€ = 7897,35€ pro Monat aufbringen.

Von der Gesamtfläche werden nur 224,7qm vermietet, der Rest sind Verkehrsflächen, WCs usw.. Bei Gesamtkosten von 7897,35€ pro Monat muss also jeder vermietete QM Kosten in Höhe von 35,15€ tragen plus 15€ pro Mieter für die Verwaltung (Beispiel: 2qm kosten also 2x35,15€ + 15€ = 85,30€). Auch das beinhaltet wieder die Nutzung der Lounge im 6.OG, Sauna, Dachterrasse, Internet, Mini-Concierge,... Wir können keinen Unterschied machen, ob jemand diese Gemeinschaftsflächen nutzt oder nicht, der Anteil daran muß immer bezahlt werden.

Hier ein paar Vergleiche, was für Ladenmieten üblich sind:

  • Die bisherige Nutzung der Ladengemeinschaftsfläche hat pro QM 7,57€ Miete plus etwa 2,40€ an Nebenkosten gekostet. Diese Kosten fielen auf sämtliche QM an, nicht nur auf die Ausstellungsfläche
  • Von den Beginen habe ich erfahren, daß die Ladenmiete bei 7,50€ liegt, plus 1€ Verwaltung, plus 2€ Nebenkosten, also 10,50€/qm in der Summe.
  • Der Hallentrödelmarkt in Solingen kostet pro Tag(!) Trödel lfm 9,50 / Neuware lfm 14,00
  • Marktstände in Essen kosten pro Tag(!) 1,04€ / qm plus 4,31€ / Stand Bearbeitungskosten (zzgl. MwSt.)
  • In dem als Zwischennutzung eines alten Postgebäudes geplanten Künstlerzentrum in Bochum sollen die Mieten bei 5€/qm liegen
  • Das Einkaufszentrum "Limbecker Platz" nimmt (ganz grob, es hängt von vielen Faktoren ab) folgende Mieten:
    • Miete 50 - 80 €/Monat/qm
    • NK-Vorauszahlung von ca. 8,00 €/Monat/qm
    • Werbekostenbeitrag von 3,80 €/Monat/qm

1.3.4. Panorama-CoWorking-Miete

Beim Panorama-CoWorking wird ebenfalls die komplette Einrichtung gestellt. Die Miete basiert nicht auf QM, sondern auf Nutzung und beinhaltet alle Nebenkosten. Die gesamte Panorama-CoWorking-Etage mit ihren 318,74qm muss wie die WG möbliert und inkl. aller Nebenkosten (auch Strom)25,67€ pro QM einbringen, also 8182,06€. Aufgeteilt in viele einzelne Schreibtisch- und andere Vermietungen.

  • Hier werde ich ein Preismodell so ähnlich wie im Betahaus machen, allerdings etwas teurer, denn ich muß auch hier die Gemeinschaftsflächen mitrechnen.
  • In Düsseldorf-Bilk kostet CoWorking 15€ / Tag bzw. 59€ / Woche bzw. 169€ / Monat
  • Die Bürogemeinschaft in der Heck-Passage in Essen vermietet reine Büroflächen, macht aber ebenso wie wir deutlich, daß dazu auch immer weitere Mietflächen gehören. Die dort angegebenen 5-6€ / qm beziehen sich anders als im GeKu-Haus auf die Summe aus "Gemeinschafts- und Privatfläche". Die reinen Privatflächen liegen eher bei knapp 12€/qm und damit ganz ähnlich wie unsere Preise, auch die Nebenkosten liegen mit rund 4,50€ ganz ähnlich wie bei uns.

2. Nebenkosten (nur zu den Wohnungsmieten)

2.1. Warum fallen nur bei den Wohnungs-Mieten auch noch Nebenkosten an?

Eigentlich könnte man Heizkosten, Strom für die Gemeinschaftseinrichtungen, Müllabfuhr,... gleich mit in die Miete einrechnen, und so mache ich es ja auch bei allen anderen Flächen, selbst bei den WG-Zimmern, aber nicht bei den Wohnungen. Denn der Gesetzgeber hat bei normalen Wohnungen solche Warmmieten verboten, vermutlich deshalb, weil sie dazu führen können, daß der Einzelne unnütz Energie vergeudet, weil er die Heizung ja nicht zahlen muß, weil ja alles pauschal bezahlt wird.

2.2. Wie werden die Nebenkosten auf die Nutzer umgelegt?

Wo möglich (Heizkosten, Strom) wird der Verbrauch direkt einzeln gemessen, andere Kosten werden nach Fläche auf die Nutzer umverteilt.

Grund: Umlage nach Personenzahl wäre zu aufwendig, denn man müßte ständig ermitteln, wieviele Personen in welcher Einheit sind, siehe hierzu Kommentar des Mieterbundes. Diesen Aufwand möchte ich nicht treiben, sondern statt dessen die BGB-Regelung nutzen: "...gilt nach dem Gesetz (Paragraph 556a Bürgerliches Gesetzbuch), dass nach der Wohnfläche abzurechnen ist.".

2.3. Definition der Nutzer im Sinne der NK-Abrechnung

Zum Zwecke der Nebenkostenabrechnung wird das GeKu-Haus in folgende Nutzer aufgeteilt:


.01
.02
.03
.04
.05
.06
.07
Panorama-Coworking
318,74qm gewerblich an Unperfekthaus vermietet
Wohnungen im 4. OG
21 einzelne Wohnungen, QM-Zahlen siehe hier....
Gesamte vermietete Fläche 987,49qm
Wohnungen im 3. OG
Wohnungen im 2. OG
Wohngemeinschaft
14 WG- + 1 Gäste-, QM-Zahlen, die so behandelt werden, als ob Reinhard sie mietet
Gesamte vermietete Fläche 296,67qm
Ladengemeinschaft
333,01qm gewerblich an Unperfekthaus vermietet
Untergeschoss
15qm Fahrradkeller wird nebenkostenmässig Reinhard zugeschrieben, der ihn einzeln vermietet
  • Zusammenfassung:
    • Als Wohnfläche vermietet somit: 987,49qm + 296,67qm + 15qm = 1299,16qm
    • Gewerblich vermietet somit: 318,74qm + 333,01qm = 651,75qm
    • Gesamte vermietete Fläche also: 1950,91qm

    • Gesamte Nettogrundfläche (NGF) des Gebäudes 2974,42qm

    • Summe alle Gemeinschafts-, Verkehrs- und technischer Flächen: 1023,51qm

Grund für diese Aufteilung: PCoWo, WG und LG werden häufig wechselnde Nutzer haben, deshalb sind NK-Abrechnungen kaum möglich. Ich will daher mit den PCoWo-, WG- und LG-Nutzern Warmmieten vereinbaren, in die ich die NK gleich mit einkalkuliere. Und um die Hausgemeinschaft vor diesen Schwankungen / Ausfallrisiken zu schützen, trete ich selbst wie ein einziger Nutzer der jeweils ganzen Etagen auf und übernehme die NK der Hausgemeinschaft gegenüber in einer Summe. Nochmals: All diese Überlegungen gelten NICHT für PCoWo-, WG- oder LG-Nutzer, denn diese bekommen einfach eine Pauschalmiete, in der alles enthalten ist, und der Hausgemeinschaft gegenüber tritt Reinhard wie ein einziger Mieter auf.

2.4. Strom- und Wärmemengenzähler

Jede Wohnung und auch die die von Reinhard betriebenen PCoWo-, WG- und LG-Etagen bekommen eigene Zähler, und jeder ist für seine Kosten selbst verantwortlich.

  • Daneben gibt es das 6.OG (Lounge), das UG (Wellness) und die Treppenhäuser, die allen offenstehen. Auch sie bekommen Strom- und Wärmemengenzähler, doch die dort anfallenden Kosten werden nach qm auf alle unter 2.3 genannten Nutzer verteilt.

2.5. Sonstige Kosten

... werden ebenfalls nach QM auf die unter 2.3. definierten Nutzer umgelegt. Wie hoch diese Kosten letztlich werden, kann man im Voraus nicht sagen. Um zu einer Abschätzung zu kommen, gehe ich von den durchschnittlichen Kosten in Westdeutschland für 2008 (Quelle: Mieterbund) aus und überlege mir, in welchen Punkten wir vermutlich abweichen werden. Begründungen für die vermuteten Abweichungen siehe in den Fußnoten:

Betriebskosten pro QM und Monat



Kostenart
Westdeutschland
Quelle: Mieterbund / Wikipedia
GeKu-Haus
Schätzung!
Grundsteuer 0,21 € 0,83 €*6)
Wasser inkl. Abw. 0,41 € 0,41 €
Heizung 0,90 € 1,00€*1)
Warmwasser 0,28 € 0,28 €
Aufzug 0,11 € 0,11 €
Straßenreinigung 0,05 € 0,05 €
Müllbeseitigung 0,21 € 0,21 €
Gebäudereinigung 0,15 € 0,59€ *2)
Gartenpflege 0,09 € 0,09 €
Allgemeinstrom 0,05 € 0,18 € *3)
Versicherungen 0,13 € 0,13 €
Hauswart
0,19 € 0,19 €
Internet

0,17€ *4)
Mini-Concierge

0,46€ *5)
Sonstige 0,06 € 0,06 €
Summe 2,94 € 4,74 €

Gedanken hinter diesen Schätzungen:

*1) Heizkosten: Auf der einen Seite kommen auf jeden QM im GeKu-Haus auch 0,52qm Gemeinfläche, die größtenteils auch beheizt wird, was zu deutlich höheren Heizkosten führen müßte. Auf der anderen Seite wird das GeKu-Haus aber erheblich besser als normal wärmegedämmt, was uns wieder unter den Mittelwert bringen müßte. Ich hoffe, daß wir in der Summe deshalb nur geringfügig über dem Mittelwert liegen werden.

*2) Gebäudereinigung wird teurer als normal. Ich schätze, daß jeden Tag im Mittel 2h im Haus geputzt werden muß, also 60h pro Monat, besser vielleicht 80h, wenn man bedenkt, daß auch die Gemeinschaftsküche aufgeräumt werden muß. Das bedeutet grob 2 geringfügig Beschäftigte im Haus auf 400€-Basis, also 800€. Hinzu kommen etwa 30% Sozialkosten, so daß für das Putzen rund 1040€ pro Monat anfallen oder rund 1040€/1754,74qm = 0,59€ pro QM und Monat.

*3) Allgemeinstrom wird im GeKu-Haus erheblich mehr als üblich verbraucht werden. Wenn ich davon ausgehe, daß die Sauna im Mittel 3kW verbraucht und vielleicht 3h pro Tag eingeschaltet ist (im Winter mehr, im Sommer weniger), dann sind das rund 3285kWh pro Jahr. Hinzu kommt die Gemeinschaftsküche mit Kühlgeräten (1000 kWh/a), Herden und Backöfen (2000 kWh/a) in der Gemeinschaftsküche und die Beleuchtung der Gemeinschaftsflächen (825,53qm je ca. 5W Beleuchtung, im Mittel vielleicht 6h am Tag ergibt 9031 kWh/a). In der Summe führt diese äußerst grobe Schätzung auf rund 15000 kWh/a, was bei 0,25 €/kWh auf etwa 3750 € Allgemeinstrom pro Jahr führt. Auf den Monat und den QM umgerechnet führt das zu 2000€ / 12 / 1754,74qm = 0,18 € pro QM und Monat.

*4) Internet soll zentral für alle angeboten werden. Ich schätze die Monatskosten auf rund 200€, plus die Einrichtungs- und Betreuungskosten, in der Summe vielleicht 300€. Das ergibt Nebenkosten von 300€/1754,74qm = 0,17€ pro QM und Monat. Das zentral angebotene Internet wird allerdings nur "normalen" Ansprüchen gerecht, wir teilen uns alle eine einzige schnelle Internet-Leitung. Wer nur für sich allein besonders schnelle Verbindungen haben will, muß sich einen eigenen Internet-Zugang legen lassen.

*5) Mini-Concierge: Der ursprünglich angedachte eigenständige Concierge-Service wird zu teuer. Um das auch nur zu Kernzeiten durchzuhalten, braucht man mindestens 2-3 Festangestellte, die leicht 6000€ und mehr pro Monat an Kosten verursachen. Aber wir haben ja das Cafe im EG, das kleine Dienste auch für die Hausgemeinschaft übernimmt und eine weitere Person aus dem Haus soll einigen übernehmen. Dafür setze ich 800€ im Monat an, die die Hausgemeinschaft über Nebenkosten zahlen muss, was 800€/1754,74qm = 0,46€ pro QM und Monat für alle bedeutet. Ich strebe an, diese 800€ als Maximalwert zu sehen und letztlich deutlich kleinere Kosten zu verursachen.

*6) Grundsteuer, Niederschlagswasser, Straßenreinigung und Winterdienstgebühr der Stadt Essen für das gesamte Haus beträgt laut Jahresbescheid für 2011 insgesamt 17374,76€. Aufgeteilt auf 1754,74qm und 12 Monate ergibt das 0,83€ pro QM und Monat.

Technik-Coach

Nicht nur auf das GeKu-Haus bezogen, auch für die Nachbarschaft, werde ich eine Art Club gründen, in dem u.a. auch ein Technik-Coach arbeiten wird, der Senioren bei alltäglichen technischen Dingen hilft. Dies verursacht aber keine permanenten Nebenkosten im GeKu-Haus. Nur wer will, wird Mitglied. Dazu später.

3. Wäre Eigentum nicht billiger?

Im GeKu-Haus bekommt man für Mieten ab 460€ eine brandneue, seniorengerechte Top-Wohnung mitten in der City in einer hoffentlich sehr schönen und hilfsbereiten Gemeinschaft. Man kann Sauna, Tischtennis, Massageraum, Billiard, Gemeinschaftsküche, Lounge, Dachterrasse,... mitnutzen, und Internet ist auch schon im Preis enthalten. Auch wenn's die meisten nicht wirklich rechnen, auch bei einem eigenen Haus muß man Reparatur- und Abnutzungskosten ansetzen, neben den Zinsen. Ein Reihenhaus im Wert von 300.000€ kostet so auch leicht rund 2250€ im Monat. Plus Nebenkosten. Und was die meisten vergessen: Auch wenn die Bank abgezahlt ist, muß man weiterhin Zinsen ansetzen für das selbstgenutzte Reihenhaus! Denn statt das Haus an die Bank abzubezahlen, hätte man das Geld ja auch auf ein Konto einzahlen können, und es würde Zinsen bringen!

Mit anderen Worten: Solange das Haus nicht abgezahlt ist, zahlt man die Zinsen an die Bank. Sobald es abbezahlt ist, verzichtet man auf die Zinseinnahmen, die man sonst auf sein Bankguthaben bekommen würde. Zinsen für das selbstgenutzte Haus zahlt man also immer! Entweder effektiv jeden Monat an die Bank, oder unsichtbar, indem man eben keine Zinsen von der Bank bekommt, weil man kein Guthaben dort hat, sondern statt dessen in dem Haus wohnt. Eigentum ist erheblich teurer, als es sich die meisten Eigentümer wirklich vor Augen führen.






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