GenerationenKult / Haus / Das liebe Geld
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Deshalb kostet die Miete pro QM 15,93€ plus
15€ Verwaltung pro Wohnung
(und die NK schätze ich auf 4,74€) |
Beispiel:
Erklärungen im Folgenden. Jetzt wird's kompliziert und
wohl nur für diejenigen verständlich, die sich ein
bißchen mit finanziellen Kalkulationen auskennen.
Für
diejenigen, die mit solchen Berechnungen Erfahrung
haben, lege ich hier meine Kalkulation offen: Wenn Ihr Euch
mit solchen Sachen auskennt und einen Fehler findet, dann korrigiert
mich bitte! Wenn Ihr Euch nicht auskennt, dann aber bitte nicht
erwarten, daß ich Euch das alles erklären kann. Das schaffe
ich leider nicht, Ihr müßt vertrauen und habt auch Grund
dazu, denn bei solchen offenen Verfahren sind ja immer einige dabei,
die Fehler erkennen würden. Dieser offene Ansatz bringt auch
denjenigen, die die Sachen finanziell nicht so sehr durchschauen, ein
besonders hohes Maß an Sicherheit. Konkret:
Das GeKu-Haus hat eine Nettogrundfläche von
2974,42 qm, und die Investitionskosten betragen etwa 4 Millionen €.
Jeder QM kostet also 4.000.000€ / 2974,42qm = 1344,80€/qm, und bei 3,5%
Zinsen + 2% Reparaturen + 3% Abnutzung = 8,5% Jahreskosten kommt man
auf
eine monatliche Miete von 1344,80€/qm * 8,5%
/ 12 Monate + 10% Leerstand = 10,48€ pro QM und Monat plus 15€
Verwaltungskosten pro Wohnung. Wenn das GeKu-Haus ein normales
Haus ohne Gemeinschaftsflächen wäre, dann wäre das so
ungefähr die Miete, und das ist auch der Betrag, den ich letztlich
als Eigentümer pro QM bekommen muß, damit die Kosten gedeckt
sind.
Weiterer Effekt: Die Gemeinschaftsflächen werden ja
wie oben erläutert über die Privatflächen bezahlt. Das
hat zur Folge, daß jemand, der viele QM mietet, proportional
einen größeren Anteil der Gemeinflächen bezahlt, obwohl
er ja (als 1 Person) letztlich genauso die Gemeinflächen nutzt.
Diejenigen mit mehr Geld subventionieren also diejenigen, die mit
weniger Geld sich mit kleineren Wohnungen begnügen. Der Effekt ist
gar nicht schlecht und in weiten Teilen unseres Lebens ohnehin
üblich.
Zur 15,93€/qm - Miete und 15€ Verwaltungskosten pro Wohnung kommen noch die Nebenkosten hinzu, siehe unten. Eine 35qm-Wohnung liegt also bei 572,55€ kalt (ca. 738,45€ warm).
Hier werden die Nebenkosten (ca. 4,74€ pro QM und Monat, siehe unten) und die normalerweise in den Wohnungen einzeln abgerechneten Strom- und Heizkosten (ca. 3€ pro QM und Monat) in die Miete eingerechnet. Ebenso hinzu kommt 1€ Zuschlag für die möblierte Vermietung und 1€ Zuschlag für die Verwaltung, die in der WG sicher mehr Aufwand als üblich macht. Daraus folgt eine Alles-Inkl-Miete in Höhe von 15,93€ + 4,74€ + 3€ + 1€ + 1€ = 25,67€ pro QM und Monat. Ein typisches WG-Zimmer liegt also ab 430€ warm inkl. Gemeinschaftsflächen, Internet, Mini-Concierge,....
Mit
Nebenräumen
hat die Ladengemeinschaft 333,01qm an Fläche,
kommt also auf 333,01qm * 15,93€/qm = 5304,85€ Kaltmiete plus 15€
Verwaltung = 5319,85€. Dazu kommen
wie in der WG auch die Gemeinschaftskosten (ca. 4,74€ pro QM und Monat,
siehe
unten) und die normalerweise in den Wohnungen einzeln abgerechneten
Strom- und Heizkosten (ca. 3€ pro QM und Monat), also 4,74€/qm + 3€/qm
= 7,74€/qm, was bei 333,01qm auf 2577,50€ kommt. In der Summe
müssen die Nutzer der Ladengemeinschaft
also etwa 5319,85€ + 2577,50€ = 7897,35€ pro Monat aufbringen.
Von der Gesamtfläche werden nur 224,7qm vermietet, der Rest sind Verkehrsflächen, WCs usw.. Bei Gesamtkosten von 7897,35€ pro Monat muss also jeder vermietete QM Kosten in Höhe von 35,15€ tragen plus 15€ pro Mieter für die Verwaltung (Beispiel: 2qm kosten also 2x35,15€ + 15€ = 85,30€). Auch das beinhaltet wieder die Nutzung der Lounge im 6.OG, Sauna, Dachterrasse, Internet, Mini-Concierge,... Wir können keinen Unterschied machen, ob jemand diese Gemeinschaftsflächen nutzt oder nicht, der Anteil daran muß immer bezahlt werden.
Hier ein paar Vergleiche, was für Ladenmieten üblich
sind:
Beim
Panorama-CoWorking
wird
ebenfalls die komplette Einrichtung gestellt. Die Miete
basiert nicht auf QM, sondern auf Nutzung und beinhaltet alle
Nebenkosten. Die gesamte Panorama-CoWorking-Etage mit ihren 318,74qm
muss wie die WG möbliert und inkl. aller Nebenkosten (auch
Strom)25,67€ pro QM einbringen, also 8182,06€. Aufgeteilt in viele
einzelne Schreibtisch- und andere Vermietungen.
Eigentlich
könnte man Heizkosten, Strom für die
Gemeinschaftseinrichtungen, Müllabfuhr,... gleich mit in die Miete
einrechnen, und so mache ich es ja
auch bei allen anderen Flächen, selbst bei den WG-Zimmern, aber
nicht bei den Wohnungen.
Denn der Gesetzgeber hat
bei normalen Wohnungen solche Warmmieten verboten, vermutlich deshalb,
weil sie dazu führen können, daß der Einzelne
unnütz Energie vergeudet, weil er die Heizung ja nicht zahlen
muß, weil ja alles pauschal bezahlt wird.
Wo möglich (Heizkosten, Strom) wird der Verbrauch direkt
einzeln gemessen, andere Kosten werden nach
Fläche auf die Nutzer umverteilt.
Grund: Umlage nach Personenzahl wäre zu aufwendig, denn man müßte ständig ermitteln, wieviele Personen in welcher Einheit sind, siehe hierzu Kommentar des Mieterbundes. Diesen Aufwand möchte ich nicht treiben, sondern statt dessen die BGB-Regelung nutzen: "...gilt nach dem Gesetz (Paragraph 556a Bürgerliches Gesetzbuch), dass nach der Wohnfläche abzurechnen ist.".
Zum Zwecke der Nebenkostenabrechnung wird das GeKu-Haus in
folgende Nutzer aufgeteilt:
| .01 |
.02 |
.03 |
.04 |
.05 |
.06 |
.07 |
|
| Panorama-Coworking |
318,74qm gewerblich
an Unperfekthaus vermietet |
||||||
| Wohnungen
im
4. OG |
21 einzelne
Wohnungen, QM-Zahlen
siehe hier.... Gesamte vermietete Fläche 987,49qm |
||||||
| Wohnungen
im
3. OG |
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| Wohnungen
im
2. OG |
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| Wohngemeinschaft |
14 WG- + 1
Gäste-, QM-Zahlen, die so
behandelt werden, als ob Reinhard sie mietet Gesamte vermietete Fläche 296,67qm |
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| Ladengemeinschaft |
333,01qm gewerblich an Unperfekthaus vermietet | ||||||
| Untergeschoss |
15qm Fahrradkeller
wird nebenkostenmässig Reinhard zugeschrieben, der ihn einzeln
vermietet |
||||||
Grund für diese Aufteilung: PCoWo, WG und LG werden
häufig wechselnde Nutzer haben, deshalb sind NK-Abrechnungen kaum
möglich. Ich will daher mit den PCoWo-, WG- und LG-Nutzern
Warmmieten vereinbaren, in die ich die NK gleich mit einkalkuliere. Und
um die Hausgemeinschaft vor diesen Schwankungen / Ausfallrisiken zu
schützen, trete ich selbst wie ein einziger Nutzer der jeweils
ganzen Etagen auf und übernehme die NK der Hausgemeinschaft
gegenüber in einer Summe. Nochmals: All diese Überlegungen
gelten NICHT für
PCoWo-, WG- oder LG-Nutzer, denn diese bekommen einfach eine
Pauschalmiete, in der alles enthalten ist, und der Hausgemeinschaft
gegenüber tritt Reinhard wie ein einziger Mieter auf.
Jede Wohnung und auch die die von Reinhard betriebenen PCoWo-, WG- und LG-Etagen bekommen eigene Zähler, und jeder ist für seine Kosten selbst verantwortlich.
...
werden
ebenfalls nach QM auf die unter 2.3. definierten
Nutzer umgelegt. Wie hoch diese Kosten letztlich werden, kann
man im Voraus nicht sagen. Um zu einer Abschätzung zu kommen, gehe
ich von den durchschnittlichen Kosten in Westdeutschland für 2008
(Quelle: Mieterbund) aus und überlege mir, in welchen Punkten wir
vermutlich abweichen werden. Begründungen für die vermuteten
Abweichungen siehe in den Fußnoten:
Betriebskosten pro QM und Monat
Kostenart |
Westdeutschland Quelle: Mieterbund / Wikipedia |
GeKu-Haus Schätzung! |
|---|---|---|
| Grundsteuer | 0,21 € | 0,83 €*6) |
| Wasser inkl. Abw. | 0,41 € | 0,41 € |
| Heizung | 0,90 € | 1,00€*1) |
| Warmwasser | 0,28 € | 0,28 € |
| Aufzug | 0,11 € | 0,11 € |
| Straßenreinigung | 0,05 € | 0,05 € |
| Müllbeseitigung | 0,21 € | 0,21 € |
| Gebäudereinigung | 0,15 € | 0,59€ *2) |
| Gartenpflege | 0,09 € | 0,09 € |
| Allgemeinstrom | 0,05 € | 0,18 € *3) |
| Versicherungen | 0,13 € | 0,13 € |
| Hauswart |
0,19 € | 0,19 € |
| Internet |
0,17€ *4) | |
| Mini-Concierge |
0,46€ *5) | |
| Sonstige | 0,06 € | 0,06 € |
| Summe | 2,94 € | 4,74 € |
Gedanken hinter diesen Schätzungen:
*2) Gebäudereinigung wird teurer als normal. Ich schätze, daß jeden Tag im Mittel 2h im Haus geputzt werden muß, also 60h pro Monat, besser vielleicht 80h, wenn man bedenkt, daß auch die Gemeinschaftsküche aufgeräumt werden muß. Das bedeutet grob 2 geringfügig Beschäftigte im Haus auf 400€-Basis, also 800€. Hinzu kommen etwa 30% Sozialkosten, so daß für das Putzen rund 1040€ pro Monat anfallen oder rund 1040€/1754,74qm = 0,59€ pro QM und Monat.
*3) Allgemeinstrom wird
im GeKu-Haus erheblich mehr als üblich verbraucht werden. Wenn ich
davon ausgehe, daß die Sauna im Mittel 3kW verbraucht und
vielleicht 3h pro Tag eingeschaltet ist (im Winter mehr, im Sommer
weniger), dann sind das rund 3285kWh pro Jahr. Hinzu kommt die
Gemeinschaftsküche mit Kühlgeräten (1000 kWh/a), Herden
und Backöfen (2000 kWh/a) in der Gemeinschaftsküche und die
Beleuchtung der Gemeinschaftsflächen (825,53qm je ca. 5W
Beleuchtung,
im Mittel vielleicht 6h am Tag ergibt 9031 kWh/a). In der Summe
führt diese äußerst grobe Schätzung auf rund 15000
kWh/a, was bei 0,25 €/kWh auf etwa 3750 € Allgemeinstrom pro Jahr
führt. Auf den Monat und den QM umgerechnet führt das zu
2000€ / 12 / 1754,74qm = 0,18 € pro QM und Monat.
*4) Internet soll
zentral für alle angeboten werden. Ich schätze die
Monatskosten auf rund 200€, plus die Einrichtungs- und
Betreuungskosten, in der Summe vielleicht 300€. Das ergibt Nebenkosten
von 300€/1754,74qm = 0,17€ pro QM und Monat. Das zentral angebotene
Internet wird allerdings nur "normalen" Ansprüchen gerecht, wir
teilen uns alle eine einzige schnelle Internet-Leitung. Wer nur
für sich allein besonders schnelle Verbindungen haben will,
muß sich einen eigenen Internet-Zugang legen lassen.
*5)
Mini-Concierge: Der ursprünglich angedachte eigenständige
Concierge-Service wird zu
teuer. Um das auch nur zu Kernzeiten durchzuhalten, braucht man
mindestens 2-3 Festangestellte, die leicht 6000€ und mehr pro Monat an
Kosten verursachen. Aber wir haben ja die Ladengemeinschaft im EG, und
dort soll ein AnkermieterIn zu
üblichen Ladenzeiten anwesend sein und kleine Dienste auch
für die Hausgemeinschaft übernehmen. Paketannahme,
Briefmarken verkaufen, Treffpunkt, Auskünfte für alle,...
Dafür und für noch zu planende Aufgaben setze ich 800€ im
Monat an, die die Hausgemeinschaft dem Ankermieter zahlen sollte, was
800€/1754,74qm = 0,46€ pro QM und Monat für alle bedeutet.
Der Ankermieter sollte überlegen, ob er diesen
Mini-Conciergeservice nicht für die ganze Nachbarschaft anbietet
und damit eine Grundlage für sein Geschäft hat.
*6) Grundsteuer,
Niederschlagswasser,
Straßenreinigung und Winterdienstgebühr
der Stadt Essen für das gesamte Haus beträgt laut
Jahresbescheid für 2011 insgesamt 17374,76€. Aufgeteilt auf
1754,74qm und 12 Monate ergibt das 0,83€ pro QM und Monat.
Nicht nur auf das GeKu-Haus bezogen, auch für die
Nachbarschaft, werde ich eine Art Club gründen, in dem u.a. auch
ein Technik-Coach arbeiten wird, der Senioren bei alltäglichen
technischen Dingen hilft. Dies verursacht aber keine permanenten
Nebenkosten im GeKu-Haus. Nur wer will, wird Mitglied. Dazu später.
Im
GeKu-Haus bekommt man für Mieten ab 460€ eine
brandneue, seniorengerechte Top-Wohnung mitten in der City in einer
hoffentlich sehr schönen und hilfsbereiten Gemeinschaft. Man kann
Sauna,
Tischtennis, Massageraum, Billiard, Gemeinschaftsküche, Lounge,
Dachterrasse,... mitnutzen, und Internet ist auch schon im Preis
enthalten. Auch wenn's die meisten nicht wirklich
rechnen, auch bei einem eigenen Haus muß man Reparatur- und
Abnutzungskosten ansetzen, neben den Zinsen. Ein Reihenhaus im Wert von
300.000€ kostet so auch leicht rund 2250€ im Monat. Plus Nebenkosten.
Und was die meisten vergessen: Auch wenn die Bank abgezahlt ist,
muß man weiterhin Zinsen ansetzen für das selbstgenutzte
Reihenhaus! Denn statt das Haus an die Bank abzubezahlen, hätte
man das Geld ja auch auf ein Konto einzahlen können, und es
würde Zinsen bringen!
Mit anderen Worten: Solange das
Haus nicht abgezahlt
ist, zahlt man die Zinsen an die Bank. Sobald es
abbezahlt ist, verzichtet man auf die Zinseinnahmen, die man sonst auf
sein Bankguthaben bekommen würde. Zinsen für das
selbstgenutzte Haus zahlt man also immer! Entweder effektiv jeden Monat
an
die Bank, oder unsichtbar, indem man eben keine Zinsen von der Bank
bekommt, weil man kein Guthaben dort hat, sondern statt dessen in dem
Haus wohnt. Eigentum ist erheblich teurer, als es sich die meisten
Eigentümer wirklich vor Augen führen.
Mitten im Künstlerdorf: Seminarräume, Betriebsfeiern, Hochzeiten, Geburtstage - mit Übernachtungsmöglichkeit.