Im
GeKu-Haus werden die Bedürfnisse der jeweiligen Generationen nicht
versteckt, sondern ganz offen ermöglicht. Da stehen
Google-Office-inspirierte CoworkingSpaces, Laden- und Wohngemeinschaft,
chice Dachterrasse mit Grillplatz und Panoramablick neben weitestgehend seniorengerechten Bädern und Sesseln, aus denen
man besonders leicht wieder aufstehen kann. Und im Wellnessbereich
neben Fahrrad- und Tischtennisraum gibt's eine behindertengerechte
Wanne,
schwellenlose Duschen mit massiven Griffen und hinter dem Vorhang steht
ein Badewannen-Lift für die Älteren.
Irgendwann
wird jede(r) (hoffentlich) alt, und wer
zusätzliche Griffe, Notrufanlagen in Bädern und WCs uvm.
solange aus seinem Lifestyle verbannen will, bis er merkt, daß er
sich vielleicht doch besser schon früher mal darum gekümmert
hätte, muß ja nicht einziehen. Nach meiner Überzeugung
(ich bin 51 Jahre alt und habe bisher zum Glück noch keinerlei
Probleme) sind all diese Dinge überhaupt nicht störend. Sie
ermöglichen erst, daß junge Leute sich z.B. mit der Hilfe
von Älteren vernetzen und Tipps, vielleicht sogar Venture-Kapital
bekommen. Und den Älteren bietet ein Haus, das so ausgestattet
ist, die Möglichkeit, das Pflegeheim vielleicht ein paar Jahre
hinauszuzögern. Wir sind KEIN Altersheim. Wir sind KEIN
Pflegeheim. Wir erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen an
solche Häuser und auch die (freiwillig eingerichteten!) Dinge, die
wir zum seniorengerechten Leben bieten, entsprechen nicht immer den
Standards, die für Profi-Einrichtungen dieser Form vorgeschrieben
sind. Aber wir wollen ein Haus werden, in dem Junge enorme
Vorteile für ihr Fortkommen finden und Mittelalte und Alte
möglichst lange
glücklich(!) leben können.
Das
Gesamtkonzept des Hauses findet sich hier.
Auf dieser Seite geht's um die Aspekte, wie das Haus für Senioren
von vornherein schon ganz viel bietet, auch wenn es im Einzelfall
zunächst noch nicht nötig ist. Auch, wenn man vielleicht
schon in ziemlich jungen Jahren einzieht.
Ich freue mich sehr, daß Prof. Dr. Martin Hermann
(Mediziner,
Geriatrie) sich enorm viel Zeit nimmt, um den Planern und mir als
Initiator des Hauses in Gesprächen, Mails, Besuchen
von Alteneinrichtungen und von alten Menschen in ihren Wohnungen einen
Eindruck von diesem Fachbereich zu verschaffen. Diese Seite stellt den
aktuellen Planungsstand zur Diskussion. Ich lade jede(n) ein, Kritik,
Zustimmung, weitere Gedanken, Diskussionen auf unserer
Mailingliste oder in privaten Mails an mich zu äußern.
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"Einen alten Baum verpflanzt man nicht"
Das scheint mir eines der ganz großen Probleme beim
Alt-Werden zu
sein (nicht nur für demente Menschen). Und für mich folgt
daraus, daß
schon vorher die Dinge, die später erst wichtig werden, da sein
müssen!
Der Griff im Badezimmer, der später ein Hinfallen vermeidet,
sollte
schon 10 Jahre vorher da sein, damit sein Vorhandensein "in Fleisch und
Blut" übergeht.
Ich tendiere deshalb dazu, alle Bereiche des Hauses von
vornherein seniorengerecht und schwellenfrei zu machen. Also
nicht erst nur ein bißchen anfangen, sondern gleich ALLES
für Senioren und leicht behinderte Menschen so gut wie nur eben möglich machen!!! (Achtung:
Nicht
zuviel erwarten!!! Im GeKu-Haus machen wir das alles freiwillig und nicht auf dem Standard von Profi-Einrichtungen)
Das führt natürlich dazu, daß die chicen
Wellnessbereiche, WCs,
Bäder usw. Griffe, Schwellenlosigkeit uvm. haben
werden,
was für die Jüngeren zunächst etwas
gewöhnungsbedürftig und vermutlich
immer nur für einen Teil der Bewohner von Bedeutung sein wird.
Wir muten damit denen, die diese Hilfen nicht brauchen, ein
kleines
Bißchen "weniger Chic" zu, ermöglichen damit aber die
Kompatibilität
und den Kontakt mit Älteren. Ich denke, dieser Deal geht auch
für die
Jungen gut aus.
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Bäder, WCs
Die Wohnungen werden eh nicht sehr billig, wir müssen
schauen, daß wir alles möglichst geschickt und platzsparend
machen um es dennoch vielen zu ermöglichen. Die Bäder nutzen
den schwellenlosen Duschbereich als
Bewegungszone, um z.B. einen Rollstuhl neben das WC fahren zu
können. Diese Bilder zeigen die Einrichtungen eines
professionellen
Pflegeheims. Im Prinzip soll es bei uns bis zu einem gewissen Punkt so werden, aber chicer,
edlere Materialien und großzügiger.

Notruf-Leine
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Massive Griffe
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High-Tech-Wanne
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Bad-Lift
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Ebenso
möchte ich überwiegend "Dusch-WCs" vorsehen.
Das sind WC's, bei denen man nach Verrichtung von unten
saubergespült wird. Zum würdevollen Altwerden gehört
auch, Toiletten-Hygiene auch im Alter perfekt zu beherrschen. Bitte hier 'mal lesen..
Und an den Duschen sollten wir Einrichtungen vorbereiten, die
dabei helfen, sich auch dann von allen Seiten einzuseifen, wenn man
sich nicht mehr so gut bewegen kann. Wer kennt dafür Hilfsmittel?
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Hilfreiche Details
Wir sollten versuchen, all das, was im Alter wichtig werden
kann, von vornherein zu schaffen.
Immer
in möglichst edlem Design,
aber niemals auf ein Hilfsmittel verzichten, nur weil irgendwer
vielleicht der Meinung sein könnte, das passe im Moment noch nicht
zu seinem Lifestyle.

Elektrischer Öffner für die Haustür
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Nachtlichter können
toll aussehen!
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Symbole, an denen vergessliche Leute sich orientieren, kann man auch
schöner machen.
(Filmplakate?)
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Griffe und Handläufe können auch schöner gemacht werden.
Stürze scheinen eine der Hauptgefahren zu sein!
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- Private Stühle: Wir werden zwar enorm viele
Gemeinschaftsflächen haben, aber es wird dennoch schwierig, wenn
ein alter Mensch vielleicht immer seinen festen Sitzplatz im
Gemeinschaftsbereich haben will. Dafür hab ich noch keine
Lösung.
- Hausarzt? Natürlich kann jede(r) seine eigenen
Ärzte haben. Aber es wäre hilfreich, wenn das Haus einfach
nur Kontakt zu bestimmten ein paar Ärzten hält, so daß
die Schwellenangst gesenkt wird und eine gewisse Grundbetreuung da ist.
Aber das ist eine Frage, über die später zu reden ist. Ich
schreib's nur auf, damit es nicht vergessen wird.
- Notrufsystem müssen wir später noch genauer
überlegen: Wohin gehen die Notrufe? Machen wir auch ein
Funk-Notrufsystem, so daß man Hilfe rufen kann, wenn man
hingefallen ist? Wären vielleicht Bewegungssensoren / IR-Kameras
in den Wohnungen besser, die von alleine Alarm geben, wenn jemand
hilflos irgendwo liegt?
- Wir sollten immer wieder Möglichkeiten schaffen, wie
ältere Leute "dabei sein" können, aber nicht immer mittendrin
sein müssen.
- Abkommen mit einem Pflegeheim treffen, damit GeKu-Bewohner dort hin können bei Bedarf
ACHTUNG: Nicht zuviel erwarten! Altwerden hat seine Nachteile,
man kann das nicht alles kompensieren!
Es wird permanent Dinge geben, die nicht optimal sind, und wir
können nie alles perfekt machen. Mit ganz vielen Nachteilen
muß man leben und sollte dennoch nicht deprimiertoder obermotzig
durch's Haus laufen!
Stichworte, zur Erinnerung
- wo immer es im Projekt sinnvoll ist zu bedenken:
- Welche sozialen Netzwerke gibt es den Menschen? Wie
können diese Verbindungen gestützt werden?
- EADL, ADL, Timed-up-and-go ( Testverfahren für
geistige, soziale und körperliche Fähigkeiten und Defizite)
- einschränkende (Alters-)krankheiten: Apoplex, Infarkt,
COPD, Krebs
- Behinderungen: Übergewicht (+ 25kg), Schwindel,
Gangunsicherheit, stark sehbehindert, schwerhörig,
Belastungsdyspnoe
- Aufmerksamkeitsstörungen, Merkfähigkeit?
Multitasking-Fähigkeit, Depressive Verarbeitung der
Lebensumstände?
- Medikamenten-Nebenwirkungen (Schlafmittel...) (müde,
gangunsicher, nervös)
- Autonomie
- Schmerzfreiheit wichtiger als wache Selbstbestimmung?
- Lebenserfahrung, Lebensführung (autonom oder geleitet,
gesellsch. Konventionen)
- Lebensmodelle (öko, eso, ev/kath, familienorientiert,
fremdkulturell.,...)
- Macht/Ohnmacht Helfer: Diener oder Herrscher?
- Wie kann ich Initiative, Lebensmut, Kreativität bei
jedem einzelnen
steigern? Gegenseitige Hilfe! Günstige strukturelle Bedingungen
schaffen!
Danke an Prof. Dr. Martin Hermann für die hervorragende Begleitung
dieses Projektes!!!!
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Betreuung, Pflege, Ansprechpartner, Gesellschafter,...
An dem Punkt endet das, was
das GeKu-Haus standardmäßig anbietet, und es beginnt das
Eigenengagement der Bewohner und Coworker - eingebettet in die
Nachbarschaft des ganzen Viertels
Wenn wir auch nur 2 Mitarbeiter vom Haus aus dafür
einstellen würden, dann müßten etwa 7000€ (Gehalt,
Arbeitgeberanteile, Versicherungen und andere Kosten des
Arbeitsplatzes) auf die etwa 20 Apartment-Mieten umgelegt werden. Jedes
Apartment würde also etwa 350€ PRO MONAT teurer.
Das GeKu-Haus ist KEIN Alters- oder Pflegeheim, sondern
ein neuartiges Mehrgenerationenhaus, das auch sehr intensiv Arbeits-
und Verdienstmöglichkeiten UND VERNETZUNG(!) für alle bieten
will.
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß z.B.
Existenzgründer auch häusliche Pflege im GeKu-Haus anbieten
werden. Mehrere! Damit man Auswahl hat! Oder man hilft sich gegenseitig
und spart dadurch Kosten. Eine gute Gemeinschaft kann vieles bieten,
das über Geld nicht immer bezahlbar wäre.
Und ganz
wichtig: Dadurch, daß das Haus im EG eine Art Mini-Concierge,
Kommunikationsdienste (das wird ein ganz dicker Punkt), Verwaltung usw.
bietet und durch den geplanten GenerationenKult-Club schaffen wir sehr
gute Voraussetzungen dafür, daß sich auch zwischenmenschlich
eine Menge im GeKu-Haus entwickelt. Prinzip ist, nicht alles selbst
bieten zu wollen, sondern eine Art Marktplatz / intensive Kommunikation
zu schaffen, so daß die Menschen im GeKu-Haus und in der
Nachbarschaft sehr gut vernetzt sind - wodurch viele Probleme in
VIELFALT lösbar sind. Das "Plattform-Bieten" erscheint mir
qualitativ besser, sicherer und preiswerter, als wenn die
Hausverwaltung alles an sich zieht. Auch wenn das noch so gut gemeint
ist: VIELFALT und AUSWAHL ist besser!!!
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